|
Zirkonium
Die hoch festen Zirkon- und Aluminiumoxidkeramiken zu stehen als „Block“ zur Verfügung, woraus das Dentalwerkstück herausgearbeitet wird. Dies geschieht auf Grundlage eines „elektronischen Abdrucks“, den der Zahnarzt mit Hilfe eines lichtoptischen Systems direkt vom präparierten Zahn oder von einem Modell des Zahnes nimmt. Anhand dieses Scans wird am Computer z.B. das Brückengerüst entworfen. Diese Daten werden an eine Fräseinheit gesendet, die das Gerüst auf den Bruchteil des Millimeters genau aus dem Keramikblock herausfräst. (Restaurationen aus Silikatkeramik werden dagegen in aufwändiger Handarbeit mit Press- und Schichtverfahren aufgebaut.)
Anschließend wird das Zirkonoxidkeramikgerüst gebrannt und individuell mit Keramik verblendet.
Galvanotechnik
Galvanoplastik, Galvanoforming, engl.: electroplating procedure, electroforming; Seit 1986 erprobte Technik zur Herstellung von Zahnersatzarbeiten aus reinem Gold und Keramik, was im höchsten Maß zu dern Biokompatibilität beiträgt; auf dem Markt u.a. bekannt unter dem Namen AGC® System (AGC = Auro Galva Crown; Fa. Wieland Dental + Technik). Die Herstellung im Dentallabor läuft wie folgt ab:
Der im Labor hergestellte Zahnstumpf aus Spezialgips wird doubliert und dieses Doppel in einem galvanischen Bad mit einer arbeitsfähigen Goldschicht (<200µm; = ca. ½ Gramm Feingold/Krone) versehen (Galvanoplastik). Dieser doppelte Zahnstumpf wird dann zerstört und es bleibt ein äußerst exaktes, passgenaues Goldgerüst übrig (Galvanoplastik), welches in einem speziellen Aufbrennverfahren mit der eigentlichen Keramik versehen wird. Bedingt durch die geringe Schichtdicke des Goldes ist es einmal möglich, dass bei der Präparation weniger gesunde Zahnsubstanz geopfert werden muss, zum anderen kann die aufgebrannte Keramik dicker gearbeitet werden, was sich positiv auf die Ästhetik auswirkt. Aus Stabilitätsgründen ist bei dieser Technik bei Inlays häufig ein kosmetisch störender Goldrand zu sehen (Werbeslogan: "die mit dem Goldrand"); zahnmedizinisch vorteilhaft ist bei dieser störenden Optik, dass die Goldränder zu einer Optimierung des Randschlusses, an den Zahn "anfiniert" werden können; ein breiterer Einsatz in der Praxis ist bisher (2004) nicht erfolgt. Neben Inlays und Onlays können mit der G. auch Einzelkronen, Doppelkronen und nach Herstellerangaben auch kleinere Brücken angefertigt werden.
Im Vergleich zu normalen Metallgüssen, welche fast immer Gaseinschlüsse (Lunker und Poren) aufweisen und so die Legierung störungsanfällig und biologisch minderwertig machen, zeichnen sich mit G. hergestellte Gerüste durch die ausgezeichnete Homogenität nur eines Edelmetalls aus.